Archiv für den Monat Februar 2015

24.02.2015 – Raum für Raum: „Harry-Potter“-Kammer

So, da bin ich auch schon wieder. Wie versprochen heute mit der „Harry-Potter“-Kammer. Sie verbirgt sich hinter dem schiebbaren Regal in der Küche. Und ist letztendlich nicht anderes, als ein Mini-Abstellraum mit sehr eingeschränkter Deckenhöhe. Eingeschränkt deshalb, da es der Platz unter der Treppe ist. Allerdings groß genug, um dort Dinge wie Koffer, Einkaufskörbe, Skischuhe und sogar das Weinregal zu platzieren. Regal zur Seite, Kram rein, Regal zurück. Super!

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Eigentlich war dort zunächst eine ganz normale Zimmertür geplant. Die wäre dann quasi mitten in unserer Küche gewesen. Irgendwie nicht so toll. Aber wofür liest man als Kind nicht stundenlang irgendwelche Bücher, in denen es um Geheimgänge und deren Zugänge geht? Richtig. Okay, einen Geheimgang haben wir nicht und so richtig geheim ist der Zugang zur Harry-Potter-Kammer auch nicht. Dafür haben wir nun ein dekoratives Regal in der Küche UND einen Mini-Abstellbereich UND es sieht auch noch gut aus. Ohne mich selber zu sehr loben zu wollen, aber ich find meine Idee nach wie vor genial.

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In der Umsetzung war es nicht ganz so einfach. Denn dort, wo jetzt die Laufschienen im Boden sind (ja IM Boden, nicht auf), musste der Estrichleger zwei über 2 Meter lange und sehr schmale Aussparungen lassen. Und zwar in einer bestimmten Entfernung von der Wand, parallel in einem sehr genauen Abstand zueinander, da wir auch an dieser Stelle Sichtestrich haben. Äh, äääähhh?
Unser Tischler, der das Regal gefertigt hat, hatte die Idee, zwei Holzleisten in gewünschter Länge, Breite und Dicke als Platzhalter in den Estrich einzubauen. Letztendlich klappte das dann auch – halleluja – und die Laufschienen konnten später tatsächlich in diesen Aussparungen eingebaut werden. Oben an der Decke/Wand gibt es eine weitere Laufschiene für das Regal und es funktioniert wirklich ganz wunderbar.

In der Harry-Potter-Kammer gibts als einziges „Extra“ mittlerweile eine Glühbirne und den dazugehörigen Schalter und eine Steckdose. Das war´s auch schon. Allerdings muss ich meine Schwester nochmal fragen, warum sie den Raum „Harry-Potter-Kammer“ genannt hat? Ob sie damit die Kammer des Schreckens meinte … ?
Räusper. Ich entschuldige mich an dieser Stelle auch nochmal bei allen Eltern, deren vorwitzigen Kindern ich während der Bauphase offensichtlich so glaubhaft versichert habe, dass dieser Raum einzig dazu diene, freche Kinder .. naja .. vorübergehend in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken, dass keine von den kleinen Kröten darin rumgeturnt ist .. öhm, also: Sorry!

Wie auch immer, bei uns heisst der Abstellraum im täglichen Gebrauch tatsächlich nur noch „Harry-Potter-Kammer“ 🙂 Beim nächsten mal gehts dann weiter in den Essbereich. Bis dahin alles Gute!

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23.02.2015 – Raum für Raum: Küche

Nachdem ich mich ja nun lange genug vor dem nächsten Raum „gedrückt“ habe, mache ich heute endlich mal weiter. Mit der Küche. Gemeinsam mit dem Essbereich ist sie das Herzstück unseres Hauses. Im Gegensatz zu den meisten „klassischen Grundrissen“, wie ich sie immer nenne, sind Küche und Essbereich, die nahtlos ineinander übergehen, bei uns der größte Raum. Wenn man überhaupt von Räumen sprechen kann. Denn von unserem Eingangsbereich aus landet man unweigerlich ohne eine weitere Tür zu passieren in der Küche. Dann im Essbereich. Und wiederum ohne Tür im angrenzenden, eher kleineren Wohnzimmer. Von Küche und Essbereich gehts auch nach draußen auf die Terrasse. Warum haben wir das so geplant? Nun. In der Küche findet das Leben statt. Wo treffen sich bei einer Party alle? Richtig. In der Küche, und sei sie noch so klein. Warum also nicht die Küche zum zentralen Ort des Hauses machen?

Ich kann mich noch gut an die Küche meiner einen Großmutter erinnern. Sie hatte eine – zumindest aus Kinderaugen betrachtet – riesige Küche, die zentraler Ort des Hauses war und wo sich alles traf. Das Wohnzimmer oder wie es damals hieß die „gute Stube“ wurde nur bei besonderen Anlässen benutzt. Das ist bei uns zwar nicht so, dafür ist unser eher kleineres, dafür umso gemütlicheres Wohnzimmer eher als Rückzugsort für uns und gar nicht mal für Gäste gedacht. Besuch findet in der Küche und im Essbereich statt.

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Wir haben uns für eine (fast) grifflose Küche mit weißen Fronten entschieden. Jeder, der in der letzten Zeit mal in einem Küchenstudio war und sich für eine weiße Küche interessiert, hat sicherlich mitbekommen, dass es gefühlte 7 Millionen Weißtöne gibt. Bei uns ist es letztlich der Farbton „Polymatt Icy-White“ geworden. Der Weg dahin war allerdings .. naja .. schwierig. Der geneigte Laie denkt ja „Alles klar, grifflos, weiße Fronten, fertig!“ Dann kam der Moment, wo die besagten 7 Millionen Farbmuster zum Vorschein kamen. Gepaart mit der Frage „Welches Weiß denn? Dies? Dies? Dies? oder dies? oder das? …“ Huah. Hätten wir das vorher gewusst … hätten wir trotzdem eine weiße Küche genommen. So! Die Arbeitsplatte ist von der Firma AKP (www.akp-apl.de), Dekor „Belmont Grau“. Die Schränke in dem raumhohen Küchenschrankbereich haben Griffe bekommen, weil sich dahinter u.a. der Kühlschrank und der Gefrierschrank verbergen, welche sich dann einfach leichter öffnen lassen.
Die Kochinsel oder besser -zeile hat eine Aussparung erhalten, wo wir noch 2 Barhocker platziern wollen. Falls jemand einen Tipp für bequeme Hocker hat – gerne her damit.

Was war uns ansonsten noch wichtig:

Viele Schubladen, die einem das Kramen in den letzten Schrankecken ersparen.

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 Eine „luftig-leichte“ Dunstabzugshaube, die nicht wie ein bombastischer Trumm mitten im Blickfeld hängt, wenn man vom Eingangsbereich aus in die Küche kommt (http://www.berbel.de/). Unsere „Berbel“ ist eine Umlufthaube, leuchtet nach unten und zur Seite und lässt sich nach Bedarf hoch- und runterfahren. Ich liebe sie!

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Eine etwas versteckte Steckdose an der freistehenden Küchenzeile.

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Endlich eine ausreichend große Besteckschublade.

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Außerdem: die Höhe der Arbeitsplatte, die bei uns 96,5 cm beträgt. Nicht unwichtig, wenn man nicht gerade klein gewachsen ist. 

Unser Tipp:
Die Küchenplanung bereits parallel zur Bauplanung erstellen lassen und schon mal alles aussuchen. Zum einen kann dann bauseits ggf. noch etwas aus der Küchenplanung berücksichtigt werden. Zum anderen hätten wir während der Bauphase dazu einfach wenig Nerv gehabt. So mussten wir nur irgendwann anrufen, damit das finale Aufmaß genommen werden kann. Alles andere war bereits erledigt und ausgesucht.

In Sachen Beleuchtung  haben wir es uns einfach gemacht – dem Elektriker vermutlich eher nicht. Hüstel. Wir haben uns für Einbau-LED-Spots entschieden, was noch einfach war. Die Platzierung vor Ort hat dafür etwas länger gedauert. Mir wurde allerdings auf Nachfrage mehrfach versichert, dass wir wirklich kein schwieriger Fall sein. Nun denn, ich glaube das einfach mal. Auf jeden Fall befinden sich über den Küchenzeilen nun Einbauspots, die schön symmetrisch angeordnet sind und getrennt voneinander geschaltet werden können. Und zwar so, dass man sich nicht selber im Licht steht, wenn man sich mal etwas nach vorne beugt. Die Spots über der freistehenden Küchenzeile sind mittig angeordnet. Die über der Küchenzeile vor dem Fenster sind ca. 20 cm von der Wand entfernt und leuchten deshalb etwas schräg von vorne.
Außerdem gibts noch drei Aufbaustrahler, die unser schiebbares Regal und die Wand daneben beleuchten.

Apropos schiebbares Regal. Dies führt zur – von meiner Schwester liebevoll so benannten –  „Harry-Potter-Kammer“. Hihi. Was es damit auf sich hat – dazu beim nächsten Mal mehr. In diesem Sinne, alles Gute, bleibt gesund und munter!

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02.02.2015 – Stromverbrauch Wärmepumpe

Nachdem wir nun schon 9 Monate in unserem Haus wohnen (Wahnsinn, schon so lange), können wir eine kurze Zwischenbilanz zum Stromverbrauch unserer Wärmepumpe ziehen. Den April des vergangenen Jahres haben wir bei dieser Betrachtung mal außer Acht gelassen, da er wegen des Estrichaufheizens nicht repräsentativ ist.
Wir haben für Heizung, Warmwasseraufbereitung und Wohnraumlüftung folgende Wärmepumpe gewählt: Tecalor THZ 304 SOL.

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Es ist ziemlich deutlich erkennbar, wann wir mit dem Heizen begonnen haben, nämlich im Oktober vergangenen Jahres. Scheint im Winter tagsüber die Sonne (was sie in letzter Zeit definitiv zu wenig getan hat) wärmt sie über die großen Fenster Richtung Süden unser Haus super auf. Die Raumtemperatur in unserem Wohnbereich liegt bei 20-21 Grad.

Für die vergangenen 9 Monate belaufen sich unsere Heizkosten inkl. Warmwasseraufbereitung für den reinen Verbrauch auf 299 €. Addiert man die jährliche Grundgebühr für den Zähler, landet man bei 387 €. Und hier ist die Grundgebühr nicht mal auf 9 Monate heruntergerechnet.  Alles in allem bisher mehr als akzeptabel.

Wir sind gespannt, wie hoch der Stromverbrauch nach einem ganzen Jahr sein wird, wohlwissend, dass dies natürlich wie bei allen Heizarten) stark von der Witterung abhängt.  In diesem Sinne: Es soll wieder kälter werden – machts Euch gemütlich!

01.02.2015 – Raum für Raum: Galerie im Obergeschoss

Eigentlich wollte ich ja mit der Küche weitermachen. Auf Wunsch einer Blogleserin geht’s aber nun erstmal hinauf nach oben in oder auf? unsere Galerie.

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Wir nutzen diesen Bereich als Arbeitszimmer (leider nicht meins) und es ist vermutlich das schönste Arbeitszimmer weit und breit.

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Durch die großen Fenster ist es schön hell. Schaut man nach draußen, blickt man in den Garten.
Durch den Luftraum (über unserem Esstisch im Erdgeschoss) hat man eine direkte Sprech- und falls erforderlich auch Sichtverbindung nach oben. Dies war uns wichtig, denn das Arbeitszimmer war vorher etwas abgeschottet und das fanden wir blöd.

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Für diejenigen, die ein Arbeitszimmer bevorzugen, wo man die Tür hinter sich zumachen kann, ist unsere Lösung nicht geeignet. Und auch Familien mit kleinen Kindern sollten sich gut überlegen, ob sie einen Luftraum bzw. die dafür erforderliche Brüstung haben wollen. Zum einen könnte einem der Platz im Obergeschoss fehlen, zum anderen stellt eine Brüstung für Kinder natürlich eine großartige Klettermöglichkeit dar, von der Eltern in der Regel nicht übermäßig begeistert sind.
Jeder, der über einen Luftraum bzw. eine Galerie nachdenkt, sollte sich vorher in der Tat gut überlegen, wie der Platz drumherum genutzt werden kann. Es sei denn, man hat so großzügig geplant, dass man diesen Platz gar nicht aktiv nutzen möchte, sondern einfach nur eine Galerie hat. In diesem Zusammenhang braucht es auch eine Entscheidung, wie die Brüstung zum Luftraum beschaffen sein soll. Wir haben uns ganz bewusst für Wandelemente entschieden. Eben weil dort ein Schreibtisch steht es das bei einer durchsichtigen Glasbrüstung vermutlich blöd ausgesehen hätte.
Bei uns dient der Bereich außerdem dazu, ins Bad bzw. ins Schlafzimmer zu gelangen. Und theoretisch (praktisch wird dieser Fall vermutlich nicht eintreten) könnten wir aus dem derzeit offenen Bereich auch ein kleines geschlossenes Arbeitszimmer machen. Dazu müsste „nur“ eine Brüstungswand aufgestockt und eine zweite Wand mit Tür eingebaut werden. Theoretisch halt.

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Kurz noch zur Ausstattung:
Die Wände haben wie ansonsten auch weiß gestrichenes Malervlies erhalten. In die Decke sind LED-Spots eingelassen mit zwei Schaltkreisen. Der Arbeitsbereich und der Flurbereich können getrennt voneinander beleuchtet werden. Der Boden wurde mit Eichendielen belegt. Die haben wir in den übrigen Räumen, die keine Fliesen oder Sichtestrich haben, überall. Naja, fast überall. Die Dielen gefallen uns ausnehmend gut und sind ein toller Kontrast zum schlichten und eher sachlichen Baustil.
Ansonsten gibt’s noch jede Menge Schalter und zwar für die immerhin 5 Außenraffstores in der Galerie. Die sind bei so großen Fenstern, die Richtung Südwesten zeigen, im Sommer auch auf jeden Fall erforderlich. Zuerst hatten wir übrigens durchgängige Raffstores für die oberen und unteren großen Fenster geplant. Zum Glück haben wir das noch geändert. Zum einen haben so nun die Möglichkeit, nur unten abzuschatten und oben nicht. Zum anderen dauert das hoch- und runterfahren der Raffstores jetzt schon recht lange. Bei einem durchgängigen Raffstore hätte es ewig gedauert. Grundsätzlich zwar nicht schlimm, man muss ja nicht daneben stehenbleiben. Bei allerdings plötzlich aufkommendem Sturm nicht optimal. Wir hatten schon ein paarmal den Fall, dass der Windwächter anschlug und die Raffstores automatisch hochfuhren. Die Gefahr, dass die Raffstores dann beim noch längeren Hochfahren beschädigt würden, wäre dann immens größer gewesen.
Ansonsten gibt’s an einem Fenster wieder eine Steckdose in der Fensternische und Steckdosen direkt unterhalb des Lichtschalters (wegen der Bequemlichkeit).
Ach ja, eine Überlegung, die bei uns etwas länger gedauert hat, war die Frage, wir die Brüstung oben abschließen soll. Zuerst war dort nur Malervlies. Das sah zwar edel aus, stellte sich aber schon nach kurzer Zeit als nicht praktikabel heraus. Denn man kann es nicht einfach mal so abwischen. Die Frage war dann, ob eine Abdeckung passend zum Holz des Fußbodens oder in weiß (wie die Fensterbänke) auf die Brüstungen soll. In einem insgesamt eher rustikalen Haus sähe die Variante mit dem Holz vermutlich toll aus und würde super passen. Wir fanden es nicht so passend und haben uns für Weiß entschieden. Dies war auch im Nachhinein die richtige Entscheidung, da es kaum auffällt.

So Ihr Lieben, das war unser Galerie-Flur-Luftraum-Arbeitszimmer. Ich wünsche Euch einen tollen Sonntag und sage: bis bald!