Archiv der Kategorie: 02 Planung

03.01.2016 – Planungen für 2016

Das Jahresende bzw. der Jahresanfang ist ja immer der Zeitpunkt für gute Vorsätze. Naja, sagen wir in diesem Fall eher für Planungen und vor allem Umsetzungen. Selbst wenn ein Haus fertig ist – und das ist unseres ja nun schon etwas länger – gibt es immer noch etwas zu tun. Damit wir uns am Ende dieses Jahres vor Augen führen können, was wir alles geschafft (oder auch nicht hinbekommen) haben, hier mal unsere derzeitigen Planungen für das neue Jahr:

  • Carport bauen,
  • Terrassenmöbel aussuchen und kaufen,
  • endlich die Garage aufräumen,
  • Bilder/Wandschmuck aussuchen, kaufen und aufhängen,
  • Arbeitsplatte und Spüle im Hauswirtschaftsraum anbringen,
  • mein Arbeitszimmer wohnlich machen, d.h. einen kleineren Schreibtisch und einen größeren Ordner- und Bücherschrank aussuchen, kaufen und aufbauen (lassen),
  • evtl. auch noch ein neues Bücherregal fürs Wohnzimmer bauen lassen,
  • und wenn alles geschafft ist: ausgiebig die neue Loungegarnitur auf der Terrasse ausprobieren!

Oh ha, die Liste ist länger geworden, als zunächst vermutet. Und es kommt garantiert noch einiges dazu. Mist, verflixter. Na, mal schauen, was davon bis Ende des Jahres alles erledigt ist – wir lassen es Euch wissen! Heute Abend passiert davon auf jeden Fall nix mehr – in diesem Sinne: genießt den Sonntagabend!

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29.01.2015 – Finanzamt lockt mit Feststellung des Einheitswerts

Da denkt man, man wohnt hübsch in seinem Haus und hat allen Papierkram hinter sich – weit gefehlt. Diese Woche erreichte uns ein Brief des Finanzamts. Beigefügt zwei Fragebögen in je doppelter Ausfertigung im unverkennbar der Finanzbehörde zuzuordnendem Layout. Für die Berechnung der Grundsteuer muss zunächst der Einheitswert unseres Hauses festgestellt werden. Und dafür braucht das Finanzamt einige Informationen. Es erfolgte auch gleich der freundliche Hinweis, bis wann wir das Ganze zurückmelden dürfen und dass wir dazu verpflichtet seien.
Nun ist es ja nicht so, dass wir uns weigern. Ganz im Gegenteil. Wenn man denn alles verstehen würde, was abgefragt wird. Und gefragt wird nach einigen Angaben.

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Oder auch einigen mehr. Also Angaben.
Auf den ersten Blick lasen sich die auszufüllenden Felder schaffbar. Und sicherheitshalber war eine Ausfüllanleitung beigefügt und der Name des Ansprechpartners im Anschreiben gelb markiert. Aber der Teufel liegt ja bekanntlich im Detail. Als Laie ist man sich ja selten der Konsequenzen seiner Angaben bewusst. Nicht ganz trivial scheint die Berechnung der genutzten Wohnfläche zu sein. Zumindest hält die Ausfüllanleitung dazu eine Menge an Informationen bereit. Leider in Form des Geseztestextes. Und sowas ist häufig so formuliert, dass Ottonormal es bitte auf gar keinen Fall auf Anhieb versteht. Nun denn.
Ich werde mich morgen mal daran versuchen. Wer wichtige Tipps oder Hinweise dazu hat (außer den Steuerberater seines Vertrauens zu konsultieren), darf mich gerne aufschlauen. 🙂

04.01.2015 – Raum für Raum: Eingangsbereich außen

So Leute, versprochen ist versprochen. Heute startet die „Raum-für-Raum-Aktion“. Und ich möchte dort beginnen, wo jeder unser Haus betritt. Also im Eingangsbereich. Und da ich gerade feststelle, dass so ein Eingangsbereich schon ne Menge an Infos zu bieten hat, gibt es heute Infos zum äußeren Eingangsbereich. Also, los geht’s, viel Spaß beim Lesen:

Grundsätzliches
Auch wenn es aus den Mündern Mitte Vierzigjähriger komisch klingen mag: Wir wollten ein möglichst barrierefreies Haus bauen. Deshalb gibt es vor unserer Haustür und auch Richtung Terrasse keine Stufe(n), die später ggf. mit einer Rampe zu überwinden wären. Weitere Überlegungen dazu ziehen sich durch unser Haus, doch dazu zu einem anderen Zeitpunkt mehr.

Haustür
Allen Spöttern zum Trotze haben wir uns (Leser dieses Blogs wissen es bereits) für eine knallgrüne Haustür entschieden, Farbton RAL 6018. Warum gerade grün, wo doch die übrigen Fenster und Türen anthrazitfarben sind? Unsere Haustür weist Richtung Nordwesten, d.h. sie hat (auch wegen der Überdachung und der Garage) nie Sonne. Eine dunkelgraue Haustür schied deshalb für uns aus. Schließlich möchten wir unser Haus nicht durch einen dunklen Schlund betreten. Einen Rot-Ton (auch gerne genommen bei Häusern dieser Art) wollten wir nicht, eben weil ihn so viele haben. Ein Haus, das wir besichtigt haben, hat eine sonnengelbe Haustür. Die fanden wir ziemlich cool, allerdings hatten wir Sorge, dass wir uns daran irgendwann mal sattsehen. Orange hätte ich persönlich auch ziemlich klasse gefunden, der Bauherr allerdings nicht . Blau wollten wir nicht. Und so landeten wir bei einem hellen freundlichen Maigrün. Unsere Vorgabe war lediglich, dass es ein RAL-Ton sein sollte. Ach ja, und innen ist unsere Haustür weiß.

Eingang

Tipp: Schaut euch die Farbtöne immer vorher auf Farbkarten im Tageslicht an. Wenn ich „RAL 6018“ google, erhalte ich zwar viele Treffer, aber aufgrund Bildschirmeinstellungen etc. weicht der Farbton ggf. extrem von der Realität ab.
Gut ist auch, dass wir neben der Haustür ein Glaselement verbaut haben. So haben wir (zumindest tagsüber) immer Tageslicht im Eingangsbereich. Achtung: wer nicht möchte, dass Besucher direkt ins Haus schauen können, sollte Milchglas nehmen.

Glaselement Haustür

Tipp: Schaut Euch in der Grundrissplanung die Sichtachse bei solchen Fensterelementen an. Uns war vorher nicht klar (es stört uns aber auch nicht), dass Besucher aufgrund der offenen Bauweise von der Haustür aus durch das Fenster quer durch die Küche bis zum Essbereich schauen können.

Briefkasten
Bei der Suche nach einem schönen Briefkasten stießen wir recht schnell auf „Mr. Letterman“, den es praktischerweise im gleichen Farbton wie unsere Haustür gibt. Wir haben uns für das Modell XXL entschieden, weil er neben einem Einwurfschlitz für Briefe ein getrenntes Fach für Zeitungen hat, die so auch trocken und unversehrt bleiben.

Letterman

Tipp: Überlegt, welche Anforderungen Ihr habt. Erhaltet Ihr regelmäßig Zeitungen, macht eine Vorrichtung dafür Sinn. Ist der Briefkasten dauerhaft Regen, Wind und Wetter ausgesetzt, dann sollte er die Post/Zeitungen gut und trocken verwahren.

Hausnummer
Nach etwas längerem Suchen haben wir Hausnummern aus Beton gefunden (http://beton-fabrik.de/2010/09/betonbuchstaben-als-designobjekt), die von der Schriftart her im Bauhausstil gehalten sind. Wir haben sie via Internet bestellt und sind super zufrieden. Vom Farbton haben wir den gleichen gewählt, den auch unser Garagentor sowie die übrigen Fenster und Türen haben, RAL 7016 – anthrazit.

Hausnummer

Tipp:
Überlegt, wo ihr die Hausnummer anbringen wollt und plant ggf. ein Elektrokabel für Beleuchtung mit ein. Denkt dabei auch daran, dass es Vorgaben für Hausnummern geben kann: Groß genug, gut sichtbar von der Straße, auch im Dunkeln lesbar, …

Außensteckdose
Fast hätten wir sie vergessen und sie ist sprichwörtlich in letzter Sekunde in unserer Außenwand vorgesehen worden: eine Aussensteckdose im Eingangsbereich. Ganz wichtig für die Freunde (meistens sind es eher Freundinnen) der Ambientebeleuchtung zu Weihnachten.
Tipp: überlegt Euch, ob Ihr eine Außensteckdose im Eingangsbereich benötigt bzw. haben wollt und falls ja, wo diese sein soll. Im Normalfall sind solche Außensteckdosen von innen schaltbar, also seht innen auch einen Schalter an geeigneter Stelle dafür vor.

Außenbeleuchtung
Über unserer Haustür befindet sich ein 1 Meter breiter Vorsprung. Diese Überdachung schätzen wir sehr, ist man doch nicht direkt dem Regen ausgesetzt, geht man hinaus. Gleichzeitig ist darin unsere Außenbeleuchtung verbaut, und zwar in Form einer LED-Lichtleiste, die in den Putz eingelassen ist. Über einen Bewegungsmelder wird die Lichtleiste aktiviert, wenn sich jemand der Haustür nähert. Zusätzlich haben wir innen einen Schalter, um sie dauerhaft einschalten zu können.

Und so sieht es dann im Dunklen aus. Wir finden, dass der Eingangsbereich prima ausgeleuchtet ist.

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Tipp: überlegt Euch rechtzeitig, welche Art von Außenbeleuchtung Ihr an Eurem Haus anbringen wollt und vor allem auch wo und wie sie bedient werden soll.

Klingel
Aufgrund des oben beschriebenen Fensters neben der Haustür hätte eine Gegensprechanlage (ggf. mit Kamera) für uns nur Sinn gemacht, wenn sie vom Obergeschoss aus bedient würde. Insofern haben wir darauf komplett verzichtet und eine ganz schlichte Klingel einbauen lassen.
Tipp: Da die Gegebenheiten und Bedürfnisse überall anders sind, solltet Ihr Euch deshalb vorher überlegen, was Ihr benötigt und wie Eure jetzigen Gewohnheiten in Sachen Haustüröffnen sind.

Sonstiges
Etwas Kopfzerbrechen hat uns die Frage bereitet, in welcher Farbe wir den Stahlpfeiler streichen lassen, der unsere Hausecke abstützt. Deshalb hatte er lange Zeit auch nur eine Grundierung. Letztendlich haben wir uns für RAL 7016, also das anthrazit entschieden, das sich auch in Hausnummer, Garagentor und Fensterrahmen wiederfindet.

Als größere Herausforderung für technisch völlig Unterbelichtete wie uns, hat sich auch das Anbringen des Briefkastens und vor allem der sehr gewichtigen Hausnummern (ich sag nur: Beton) herausgestellt. Unter der Putzfassade verbirgt sich der Dämmstoff, der aufgrund seiner Konsistenz nicht zwingend jedes Gewicht hält. Nun hatten wir die tollen Hausnummern und wussten Sie nicht zu befestigen. Zumal wir diese so bestellt hatten, dass in jede Ziffer 3 lange Metallstifte eingebaut waren, die nun irgendwie in der Wand befestigt werden mussten. Die Lösung: Dämmstoffdübel und zur Fixierung Zweikomponentenkleber. Allerdings mussten die Dämmstoffdübel für die Hausnummer recht lang sein. Es kam natürlich, wie es kommen musste, wir trafen auch einen Balken .. seufz. Die ganze Aktion hat ewig gedauert, aber nun hält es.
Tipp: vorher Gedanken machen, wie Dinge wie Hausnummer oder Briefkasten angebracht werden können und den ultimativen Balkentest machen. Außerdem das passende Werkzeug an den Start bringen. Laien wie uns seien außerdem Anleitungen wie folgende sehr empfohlen: http://www.youtube.com/watch?v=CG3PlBeae8A

Meine Güte, ich hätte nie gedacht, dass man soviel zu einem Eingangsbereich schreiben kann. Beim nächsten Mal geht’s dann innen weiter. Bis dahin eine gute Zeit für Euch!

28.11.2013 – Alle Tags mit „H“ oder: Montag geht´s los!

Heute Mittag (übrigens sind wir heute seit genau 5 Wochen „Bauherrn“) trudelte eine sehr erfreuliche E-Mail von unserem Bauleiter ein: Montag um 7 Uhr geht´s weiter bzw. los auf unserer Baustelle. Yipeeeh! Und das Allerbeste: Gegen 10.30 Uhr soll schon der erste LKW mit einem Teil der Wände vor Ort sein. So langsam macht sich allgemeine Unruhe breit. Unser Bauleiter wies uns auch nochmal darauf hin, dass wir an die Sperrung der Parkplätze denken sollen. Also echt, ich denk schon den ganzen Tag an nix anderes! Denn: Die Halteverbotschilder müssen 72 Stunden vorher aufgestellt werden. Die Schilder selber habe ich schon abgeholt, die Stangen dafür waren zu lang und passten nicht ins Auto – die darf mein Mann dann gleich noch anschleppen (sein Auto ist länger). Und um ca. 22 Uhr stellen wir dann gleich noch Schilder auf – was tut man nicht alles …
Ein weniger erfreulicher Anruf kam heute von unserem „Holzfussboden-Mann“. Die Holzdielen und die Fußbodenheizung vertragen sich nicht so toll und Gewährleistung wird nur dann übernommen, wenn die Vorlauftemperatur der Fussbodenheizung maximal 27 Grad beträgt. Das kann man zwar einstellen, aber weiß ich, ob das genug ist? Also müssen wir nun erstmal klären, was so die übliche Vorlauftemperatur bei einer Fußbodenheizung mit unserem Heizsystem überhaupt ist und und und … Im schlimmsten Fall müssen wir uns einen anderen Fußbodenbelag aussuchen. Naja, dabei dachten wir, wir wären fertig mit dem Thema. Aber besser vorher darauf hingewisen werden, als hinterher nur noch ärgern.

27.11.2013 – Und was kommt jeeeeeetzt?

Genau, und was kommt jetzt? Will sagen: So langam gehen mir die Themen aus, um die Wartezeit bis nächsten Montag zu überbrücken. Ich will hier ja nicht mit dem gefühlt hundertfünfzigsten Foto unserer Bodenplatte rumnerven. Aber die Frage „Und was kommt jeeeeeeetzt?“ ist beim Hausbau eine durchaus berechtigte Frage, wie ich finde. Wann finden welche Gewerke statt? Ich meine, klar, dass die Bodenplatte vorm Verlegen des Fußbodens kommt und dass zwischendurch noch jede Menge anderes stattfindet, weiß selbst ich. Dann hörts auch schon so fast auf. Aufschluss darüber gibt aber unser Bauablaufplan, der nun seit gestern an unserem Küchenschrank hängt. Er geht bis nächstes Jahr April und ist mächtig bunt. Und das Allerbeste: bei knapp einem Viertel der Punkte steht bereits ein „erledigt“. Wow, so kanns weitergehen!

bauzeitenplan

19.11.2013 – Schalter an, Schalter aus …

Jeder, mit dem ich bisher über das Thema Elektroplanung gesprochen habe, sagte sowas wie: „Da kannste planen, wie Du willst, hinterher fehlt Dir dann doch eine Steckdose an der richtigen Stelle.“ Und vermutlich haben diese Menschen Recht. Davon haben wir uns aber trotzdem nicht entmutigen lassen und unter fachkundiger Anleitung munter Steckdosen (auf 0,30 m, 1,20 m und 1,65 Höhe), Serienschalter, Wechselschalter, Einfachtaster, Doppeltaster und ich weiß nicht was noch alles für Lichtschalter bei uns im Haus verteilt. Dazu kamen dann noch die so genannten Brennstellen, also das, was ich gemein hin als Lampe oder Strahler bezeichnen würde, Temperaturfühler für die Heizung, und und und … Die Grundrisse sahen ganz schön bunt aus und sind mit vielen unterschiedlichen Symbolen versehen worden. Aber nun ist es vollbracht.
Unsere Tipps für andere Bauherren:

  • Steckdosen in den Fensternischen (für Lampen, Deko, …) nicht vergessen
  • über Präsenzmelder statt Schalter nachdenken, wo es sich anbietet
  • über bisherige Gewohnheiten nachdenken – wo brauchte ich bisher wieviele Steckdosen und auf welcher Höhe sollen diese sein. Wir haben beispielsweise viele Steckdosen direkt unter den Lichtschaltern platziert, weils einfach praktischer ist z.B. zum Staubsaugen.
  • vorher überlegen, welche Art von Lampen man später haben möchte und wo diese dann angebracht werden sollen. Nicht immer macht die Raummitte für eine spätere Deckenlampe Sinn.
  • Außensteckdosen und ggf. Erdkabel nicht vergessen
  • Anschlüsse in der Küche vom Küchenplaner planen lassen
  • das Thema Internetanschluss gut durchdenken – an dieser Stelle bin ich allerdings komplett raus. Zum Glück hat mein Mann Ahnung davon …
  • Klingel und Gong nicht vergessen (wäre uns fast passiert)
  • und ganz wichtig und total hilfreich: mindestens eine andere Personen mit entsprechenden Kenntnissen auf die Planung schauen lassen und um Tipps und Hinweise bitten – Danke Thomas!

Unsere Elektroplanung steht nun fürs Erste. Alle Anschlüsse in den Außenwänden (also Innenseite Außenwand) mussten bis dato auch schon genau festgelegt und platziert werden. Auch der Rest ist festgelegt, aber noch etwas variabler. Die finale Festlegung an den Innenwänden findet dann vor Ort auf der Baustelle statt, wenn die Wände aufgebaut sind. Wir sind gespannt, was sich dann noch ändern wird.

elektro