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06.01.2015 – Raum für Raum: Eingangsbereich innen

Mensch Leute, mit so viel positiver Resonanz auf meine „Raum für Raum-Aktion“ hatte ich gar nicht gerechnet. Ganz herzlichen Dank für Eure lieben Kommentare! Umso mehr Ansporn, innen weiterzumachen. Was ich dann auch gleich heute mal tue, also auf geht’s:

Grundsätzliches
Unser Eingangsbereich geht nahtlos in die Küche, den zentralen Bereich unseres Hauses, über. Es gibt also keine Innentür, die den Flur vom Rest trennt. Dies ist definitiv Geschmackssache und vermutlich für Familien mit (kleineren) Kindern, die gerne mal Haustüren sperrangelweit auflassen, nicht so top geeignet. Auch für Diejenigen, die geschlossene Innentüren bevorzugen, bietet sich diese Variante nicht an. Wir sind beide keine Freunde des klassischen Flurs. Zum einen finden wir, dass es schlichtweg Raumverschwendung ist. Zum anderen haben wir eine bewusst offene Bauweise gewählt, wo ein abgetrennter Eingangsbereich einfach nicht gepasst hätte. Ganz davon abgesehen, dass die meisten Zimmertüren bei uns bisher immer offen standen und somit eigentlich überflüssig waren. Sollte uns dies irgendwann so nicht mehr gefallen, hätten wir die Option, in Richtung der übrigen Wohnräume eine Wand mit Tür oder Glaselement mit Tür einzubauen. Ich glaube aber, dass dieser Tag nicht kommen wird 😉
Tipp: Überlegt Euch, welchen Zweck, welche Funktionalitäten und welche Bedeutung Euer Eingangsbereich für Euch erfüllen und haben soll. Wie sind Eure jetzigen Gewohnheiten und Vorlieben. Bedenkt dabei, dass sich Anforderungen und Geschmack im Laufe der Zeit ändern können. Da, wo heute ggf. eine Innentür zu den restlichen Räumen ist, möchtet Ihr in 15 Jahren vielleicht keine Tür mehr und anders herum.

Fußmatte
Kein Besucher betritt unser Haus, ohne über unsere Fußmatte gelaufen zu sein. Und diese kann auch nicht verrutschen oder umknicken oder was Fußmatten sonst noch tolles machen. Denn: wir haben sie direkt in den Fußboden integrieren lassen. Ich sag nur: astrein! Das würde ich immer wieder so machen. Draußen vor der Tür verzichten wir dafür komplett auf eine Fußmatte. Das Fußmattensystem (unseres stammt von emco: www.emco-bau.de) besteht aus einem Metallrahmen, der fest in den Boden eingebaut wird. Dort legt man dann die eigentlichen Schmutzabstreifer hinein. Ihr kennt sowas aus Kaufhäusern, öffentlichen Gebäuden, Banken etc., nur, das unsere Fußmatte kleiner ist. Weiterer Vorteil: absolut barrierefrei.


Tipp: Verschwendet durchaus mal einen Gedanken an dieses Thema. Haustüren gehen meistens nach innen auf, wo eine herkömmliche Fußmatte beim Türöffnen oft verrutscht. Draußen erfüllt sie auch nur dann wirklich ihren Zweck, wenn sie wettergeschützt, d.h. überdacht ist. Ansonsten hat man nämlich gerne mal so einen nassen Lappen vor der Tür liegen.

Garderobe
Wenn man unser Haus betritt (und auch wenn man durch das Glasfenster neben der Haustür lugt) schaut man direkt auf unsere Garderobe und die Treppe.

Das heißt, man schaut auf einen Teil unserer Garderobe. Direkt neben der Treppe haben wir eine Nische bauen lassen, die lediglich mit einem Brett und einer Metallstange versehen wurde.

Diese Garderobe ist insbesondere unseren Gästen vorbehalten. Ich hasse nichts mehr, als übervolle Garderoben, wo sichtbar zig Jacken hängen. Außerdem hab ich von früher noch im Ohr: wir bekommen heute Besuch, räumt mal Eurer Jacken von der Garderobe… Durch die Nische gabs dann auch gleich einen guten Platz für einen Schirmständer, der nun nirgends im Weg rumsteht.

Unsere eigentliche Garderobe hingegen haben wir durch Schiebetüren verbergen lassen.

Geht man von der Haustür kommend  links um die Ecke, befindet sich dort eine viel größere Nische, die durch zwei Schiebetüren komplett geschlossen wird.

Dahinter befindet sich auf einer Hälfte eine Garderobe inkl. Ablagemöglichkeiten für Schals, Handschuhe, Taschen.

Auf der anderen Seite ist ein Regal, dass reichlich Platz für Schuhe bietet. Türen zu, alles verschwunden und nicht mehr sichtbar. Großartig!
Tipp: überlegt, welcher „Garderobentyp“ (offen, geschlossen) Ihr seid und wo ein guter Platz in Eurem Eingangsbereich für Eure Jacken, Mäntel, Schuhe, Schals, Handschuhe, Mützen, Taschen, und und und sein könnte. Und natürlich auch für die Eurer Gäste. Wenn Ihr ein Schuhregal plant, dann denkt daran, dass Schuhe unterschiedliche Höhen haben und insbesondere Frauen gerne auch mal Stiefel tragen, die noch mehr Platz benötigen. Gleiches gilt übrigens auch für die Kombination Garderobenstange und Mäntel.
Ggf. Steckdose oder Elektroanschluss für eine Schrankinnenbeleuchtung nicht vergessen (sh. unten).

Beleuchtung
Bei der Beleuchtung unseres Eingangsbereiches haben wir es uns einfach gemacht. Wir haben Deckenspots in die Decke einbauen lassen.

Allerdings und das wiederum ist wirklich super, werden diese über einen Bewegungsmelder aktiviert. Egal, aus welcher Richtung wir diesen Bereich betreten, geht automatisch das Licht an.

Da es sich um einen klassischen Durchgangsbereich handelt entfällt somit das ständige Schalter an, Schalter aus, was wir als sehr angenehm empfinden. Auch wenn man das Haus betritt, muss man nicht erst nach einem Lichtschalter tasten. An dem Bewegungsmelder selber gibt es außerdem die Möglichkeit, das Licht auf Dauerbetrieb zu stellen oder es ganz auszuschalten. Einstellbar ist außerdem, wie lange das Licht brennen soll, also die Zeitdauer.
Tipp: überlegt Euch, wie Ihr Euren Eingangsbereich beleuchten wollt, wo Brennstellen und damit Kabel vorzusehen sind und von wo aus ihr diese bedienen wollt. Es nützt wenig, wenn ich mich 3 Meter in einen dunklen Flur hineinbegeben muss, um dann erst das Licht einschalten zu können. Wenn Ihr Euch ebenfalls für einen Bewegungsmelder entscheiden solltet, stellt sich die Frage, ob einer ausreicht und wo diese/r anzubringen ist/sind, damit das Licht rechtzeitig angeht, egal aus welcher Richtung Ihr den Eingangsbereich betretet.

Fussboden
In unserem Eingangsbereich ist genau wie in der Küche und dem Essbereich Sichtestrich verlegt worden. Dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher berichten. Soviel schonmal vorweg: er ist super pflegeleicht und durch seine graue Farbe auch sehr dankbar und schmutzunempfindlich.
Tipp: erfahrungsgemäß wird gerade in den Eingangsbereich der meiste Schmutz hineingetragen. Der Fußboden sollte deshalb m.E. einigermaßen unempfindlich sein. Wenn Ihr Euch für Fliesen entscheidet, würde ich darauf achten, dass sie gut zu reinigen sind (keine Unebenheiten) und nur schmale Fugen haben. Macht außerdem mal den Wasser- und Sockentest. Will sagen: wie rutschig sind die Fliesen tatsächlich, wenn sie nass sind oder man auf Socken draufherumläuft.

Tapeten
Wie auch im gesamten restlichen Haus haben wir im Eingangsbereich Malervlies verkleben lassen, das weiß gestrichen wurde. Achtung: aus unserer Sicht definitiv keine Option für Familien mit Kindern oder für Tollpatsche. Die Wände sind ziemlich empfindlich. Selbst, wenn man mit einer Jeanshose an der Wand entlangschrabbt, kann es sein, das diese künftig von einem blauen Streifen geziert wird. Wir würden uns dennoch wieder so entscheiden. Raufasertapete mögen wir nämlich nicht und ein Putz hätte gerade bei einem ganz frischen Haus den Nachteil, dass sich vermutlich mit der Zeit viele Risse bilden. Das Malervlies ist da elastischer und wenn Risse entstehen, und das tun sie bei einem Holzrahmenbauhaus, dann sind sie (zumindest bisher) nur in den Ecken bzw. im Übergang von Wand zu Decke sichtbar, wo sie sehr einfach mit Maleracryl abgedeckt werden können.
Tipp: helle Wände machen Räume optisch größer, dunkle lassen Sie kleiner erscheinen. Gestreifte Tapeten lassen Räume höher oder breiter erscheinen. Wie hell ist Euer Eingangsbereich generell durch Tageslicht?

Telefon
Wir haben im Eingangsbereich einen wunderschönen alten Küchenofen (unsere Umzugshelfer hassen dieses Teil), auf dem sich neben der Ablage für Schlüssel auch die Station unseres Telefons befindet.

Da die Wege im Erdgeschoss kurz sind und wir ein mobiles Telefon haben, ist es dort gut aufgehoben. Heißt aber auch, dass wir an entsprechender Stelle eine TAE-Dose und mindestens eine Steckdose brauchten. Beides ist hinter dem alten Küchenofen versteckt und somit nicht sichtbar.
Tipp: überlegt Euch, wo Ihr die Station Eures Telefons platzieren wollt. Nicht immer ist der Eingangsbereich der passende Ort. Lasst ggf. lieber eine TAE-Dose mehr als zu wenig einbauen und denkt an mindestens eine Steckdose daneben.

Steckdosen
Direkt um die Ecke Richtung Küche befindet sich eine Steckdose, die sehr praktisch ist, wenn wir im Eingangsbereich staubsaugen wollen (was bei einem Sichtestrich nämlich super geht). Im ganzen Haus haben wir an verschiedenen Stellen genau dafür Steckdosen direkt unter den Lichtschaltern, also in bequemer Höhe, anbringen lassen. Im Alter wird das Bücken ja nicht einfacher .. hüstel.
Neben den Steckdosen hinter dem Küchenofen fürs Telefon und ggf. eine Tischlampe haben wir in der Fensternische eine Steckdose verbauen lassen. Nämlich für den Fall, dass wir auf der Fensterbank eine Tischlampe platzieren wollen.

So würde das Kabel nicht zu einer Steckdose herunterhängen. Eine weitere Steckdose befindet sich in unserer Garderobe hinter den Schiebetüren. Diese ist gedacht für eine evtl. Schrankinnenbeleuchtung. Eine letzte Steckdose gibt es in der offenen Garderobe. Gedacht, um Dekobeleuchtung anzuschließen und für den Fall einer Schrankinnenbeleuchtung, sollten wir auch diese Garderobe irgendwann mal mit einer Tür versehen.
Tipp: Elektroplanung ist ein sehr umfangreiches Thema. Überlegt Euch, wo und in welcher Höhe Ihr Steckdosen benötigen werdet oder ggf. später mal benötigen könntet.

Spiegel
Insbesondere weibliche Personen werden sich vielleicht fragen, wo der Spiegel im Eingangsbereich ist. Will Frau doch vor Verlassen des Hauses noch schnell einen kurzen optischen Selbstcheck durchführen. Nun. Wir haben keinen. Platz dafür wäre noch über dem alten Küchenofen. Ob wir diesen Platz dafür nutzen oder dort doch ein Bild aufhängen, haben wir noch nicht entschieden. In unserem direkt angrenzenden WC gibt es einen Spiegel, den wir bei Bedarf nutzen.

Tipp: welche Art von Spiegel wollt Ihr im Eingangsbereich? Soll man sich komplett darin sehen können? Dann braucht es genügend Platz dafür. Oder reicht ein kleinerer Spiegel? Wird er mit der Garderobe (zB als Schranktür) kombiniert oder oder oder. Denkt ggf. an ein Elektrokabel für die Spiegelbeleuchtung.

Heidewitzka, soviel Text für einen eigentlich sehr kleinen, aber dafür aus unserer Sicht überaus praktischen Eingangsbereich. Ihr habt sicher gemerkt, dass viele Ideen und Gedanken einer ganz pragmatischen Handhabung und unserer Erfahrung gepaart mit unseren persönlichen Vorlieben entsprungen sind. Vielleicht ist ja die ein oder andere Anregung für Euch interessant.

Der nächste Raum wird das WC im Erdgeschoss. Mal sehen, wieviel es dazu zu berichten gibt 🙂 Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Zeit!

17.01.2014 – Fußmatten und „Hilfe, die Wand ist viel zu kurz!“

Kennt Ihr das? Man geht durch eine Haustür und dann liegt davor und/oder drinnen so ein Lappen. Oder man hat eine Fußmatte, die sich ständig umklappt. Oder noch schlimmer – optisch gibt es da wirklich tolle Modelle – ein Kante, weil die Fußmatte sehr hochwertig auf eine Holzkonstruktion gebaut ist. Will sagen: solche Fußmatten kommen mir nicht ins Haus. Man könnte sogar sagen: Ich hasse solche Teile. Sie verschieben sich ständig und liegen garantiert dann nicht da, wo sie sein sollen. Deshalb möchte ich (mein Mann ist da etwas leidenschaftsloser) eine in den Fußboden integrierte Fußmatte an der Haustür. Unser Eingangsbereich wie auch Küche und Essbereich wird einen Sichtestrich erhalten und es ist – so sagte zumindest der Estrichleger – kein Problem, eine Fußmatte einzubauen. Dafür gibt es extra Metallrahmen, in die dann später die Fußmattenelemente eingelegt werden. Keine Kante, kein Verrutschen – grandios. Nach kurzen Recherchen wurde uns allseits die Firma emco (www.emco-bau.com) empfohlen. Bei denen spricht man übrigens auch nicht von Fußmatten, sondern von … Achtung: Eingangsmattensystemen. Und wer nun denkt, da gibt es nur eine Variante, dem sei gesagt: weit gefehlt. Es gibt zig davon. Final ausgesucht haben wir sie noch nicht. Im ersten Schritt werden wir wohl auch nur den Einbaurahmen bestellen und erst, wenn der Sichtestrich liegt und wir die exakte Farbe des Sichtestrichs vor Augen haben, das Innenleben unseres Eingangsmattensystems bestellen. So zumindest der Plan. Hier ein Beispiel:

© emco
© emco

Und dann gabs heute noch einen Schrecken auf der Baustelle. Die Wand, an die die Küchenzeile montiert werden soll, ist viel zu kurz. WAAAAS??? Der Trockenbauer wollte wissen, wo genau die Verstärkung zur späteren Anbringung der Dunstabzugshaube über der Kochinsel sein soll. Also Zollstock raus, Küchenplanung geschnappt und losgemessen. Bei der Gelegenheit kann man dann ja auch gleich mal kurz messen, wo ungefähr später welche Schränke sein werden. Und dann passierte es: Das Addieren der Schrankelemente ergab, dass sie mitten in unserer Schiebetür aufhören müssten. Denn 80 und 80 und 80 und 100 und 15 und etwas Kleinkram ergeben nunmal 363, sprich 3,63 m. Blöd, wenn die Wand nur ca. 3,20 m lang ist. Also nochmal gemessen und nochmal addiert. Zollstock kontrolliert. Nochmal gemessen, nochmal addiert. Das Ganze ca. 10 mal. Zwischendurch mit Taschenrechner addiert – man kann sich ja mal verrechnen. Es blieb dabei: die geplante Küche passt definitiv nicht. Nachdem ich kurz davor war, unseren Küchenplaner anzurufen, hab ich mir erstmal einen Kaffee geholt und zum gefühlt 1000. mal auf mein iPad gestarrt, welches mir die Planung anzeigte. Und dann und wirklich erst dann bemerkte ich, dass die vermeintlichen 80er-Schrankelemente nur 60 breit sind. Vielleicht sollte ich doch über eine Lesebrille nachdenken? Und bevor nun alle denken „Typisch Frau!“ muss ich zu meiner Entschuldigung sagen, dass durch das Vergrößern auf dem iPad die Ziffern 6 und 8 wirklich wirklich schwer auseinander zu halten waren. Ende vom Lied: 60 und 60 und 60 und 100 und 15 und der Kleinkram ergaben auch „nur“ 303, also 3,03 m. Mit anderen Worten: Alles passt ganz wunderbar – puuuuuuh!!!