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02.03.2015 – Raum für Raum: Essbereich – Luftraum

Es ist so, als säße man beim Frühstück direkt im Garten und dennoch wird man nicht nass, wenn es regnet. Abends, wenn es draußen dunkel ist, ist es gemütlich und wir haben nicht das Gefühl, auf dem Präsentierteller zu sitzen. Und das, obwohl wir die Außen-Raffstores gar nicht bemühen. Mit anderen Worten: Wir sind rundherum damit zufrieden, wo und wie wir unseren Essbereich platziert haben.

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Mit „wo“ meine ich den Platz zwischen Küchen- und Wohnbereich mit direkten Zugang zur Terrasse mit darüberliegendem Luftraum und dadurch direkter (Sprach-)Verbindung nach oben.
Mit „wie“ meine ich die offene Bauweise und die über Eck liegenden großen Fenster über beide Etagen.

Worauf haben wir geachtet:

  • bodentiefe Schiebetür mit nur kleiner Schwelle für die Barrierefreiheit nach draußen
  • Bodentank mit Steckdosen in der Ecke – Wandsteckdosen waren aufgrund der Fenster nicht möglich und eine Stehlampe oder ein Weihnachtsbaum braucht Strom
  • Platzierung eines Stromanschlusses für eine Deckenlampe im Luftraum (schaltbar im Erdgeschoss) mit Deckenverstärkung für evtl. schwerere „Kronleuchter“

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Den Tisch, die Stühle und die passende Bank hatten wir schon vorher. Da wir unserer ehemaligen Küche ebenfalls einen großen Tisch hatten, haben wir dort den allerdings Essbereich kaum genutzt.

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Das hat sich nun dramatisch geändert. Unser Esstisch ist DER Bereich, der am häufigsten genutzt wird. Einfach deshalb, weil wir dort essen oder einen Kaffee trinken und klönen oder wir gemeinsam mit unserem Besuch dort sitzen und schnacken.

Froh bin ich übrigens auch darüber, dass die Brüstung am Luftraum im Obergeschoss aus halbhohen Brüstungswänden und nicht z.B. aus Glaselementen besteht. Da wir die Galerie im Obergeschoss als Arbeitszimmer nutzen, bleibt uns somit der ständige Blick von unten unter den Schreibtisch erspart.

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Tipp: Überlegt Euch, wie Ihr eine Galerie nutzen wollt und macht u.a. davon auch die Transparenz der Brüstung abhängig.

So, ich werde nun mal etwas essen .. Euch ebenfalls einen guten Appetit und einen mindestens genauso tollen Essbereich!

01.02.2015 – Raum für Raum: Galerie im Obergeschoss

Eigentlich wollte ich ja mit der Küche weitermachen. Auf Wunsch einer Blogleserin geht’s aber nun erstmal hinauf nach oben in oder auf? unsere Galerie.

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Wir nutzen diesen Bereich als Arbeitszimmer (leider nicht meins) und es ist vermutlich das schönste Arbeitszimmer weit und breit.

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Durch die großen Fenster ist es schön hell. Schaut man nach draußen, blickt man in den Garten.
Durch den Luftraum (über unserem Esstisch im Erdgeschoss) hat man eine direkte Sprech- und falls erforderlich auch Sichtverbindung nach oben. Dies war uns wichtig, denn das Arbeitszimmer war vorher etwas abgeschottet und das fanden wir blöd.

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Für diejenigen, die ein Arbeitszimmer bevorzugen, wo man die Tür hinter sich zumachen kann, ist unsere Lösung nicht geeignet. Und auch Familien mit kleinen Kindern sollten sich gut überlegen, ob sie einen Luftraum bzw. die dafür erforderliche Brüstung haben wollen. Zum einen könnte einem der Platz im Obergeschoss fehlen, zum anderen stellt eine Brüstung für Kinder natürlich eine großartige Klettermöglichkeit dar, von der Eltern in der Regel nicht übermäßig begeistert sind.
Jeder, der über einen Luftraum bzw. eine Galerie nachdenkt, sollte sich vorher in der Tat gut überlegen, wie der Platz drumherum genutzt werden kann. Es sei denn, man hat so großzügig geplant, dass man diesen Platz gar nicht aktiv nutzen möchte, sondern einfach nur eine Galerie hat. In diesem Zusammenhang braucht es auch eine Entscheidung, wie die Brüstung zum Luftraum beschaffen sein soll. Wir haben uns ganz bewusst für Wandelemente entschieden. Eben weil dort ein Schreibtisch steht es das bei einer durchsichtigen Glasbrüstung vermutlich blöd ausgesehen hätte.
Bei uns dient der Bereich außerdem dazu, ins Bad bzw. ins Schlafzimmer zu gelangen. Und theoretisch (praktisch wird dieser Fall vermutlich nicht eintreten) könnten wir aus dem derzeit offenen Bereich auch ein kleines geschlossenes Arbeitszimmer machen. Dazu müsste „nur“ eine Brüstungswand aufgestockt und eine zweite Wand mit Tür eingebaut werden. Theoretisch halt.

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Kurz noch zur Ausstattung:
Die Wände haben wie ansonsten auch weiß gestrichenes Malervlies erhalten. In die Decke sind LED-Spots eingelassen mit zwei Schaltkreisen. Der Arbeitsbereich und der Flurbereich können getrennt voneinander beleuchtet werden. Der Boden wurde mit Eichendielen belegt. Die haben wir in den übrigen Räumen, die keine Fliesen oder Sichtestrich haben, überall. Naja, fast überall. Die Dielen gefallen uns ausnehmend gut und sind ein toller Kontrast zum schlichten und eher sachlichen Baustil.
Ansonsten gibt’s noch jede Menge Schalter und zwar für die immerhin 5 Außenraffstores in der Galerie. Die sind bei so großen Fenstern, die Richtung Südwesten zeigen, im Sommer auch auf jeden Fall erforderlich. Zuerst hatten wir übrigens durchgängige Raffstores für die oberen und unteren großen Fenster geplant. Zum Glück haben wir das noch geändert. Zum einen haben so nun die Möglichkeit, nur unten abzuschatten und oben nicht. Zum anderen dauert das hoch- und runterfahren der Raffstores jetzt schon recht lange. Bei einem durchgängigen Raffstore hätte es ewig gedauert. Grundsätzlich zwar nicht schlimm, man muss ja nicht daneben stehenbleiben. Bei allerdings plötzlich aufkommendem Sturm nicht optimal. Wir hatten schon ein paarmal den Fall, dass der Windwächter anschlug und die Raffstores automatisch hochfuhren. Die Gefahr, dass die Raffstores dann beim noch längeren Hochfahren beschädigt würden, wäre dann immens größer gewesen.
Ansonsten gibt’s an einem Fenster wieder eine Steckdose in der Fensternische und Steckdosen direkt unterhalb des Lichtschalters (wegen der Bequemlichkeit).
Ach ja, eine Überlegung, die bei uns etwas länger gedauert hat, war die Frage, wir die Brüstung oben abschließen soll. Zuerst war dort nur Malervlies. Das sah zwar edel aus, stellte sich aber schon nach kurzer Zeit als nicht praktikabel heraus. Denn man kann es nicht einfach mal so abwischen. Die Frage war dann, ob eine Abdeckung passend zum Holz des Fußbodens oder in weiß (wie die Fensterbänke) auf die Brüstungen soll. In einem insgesamt eher rustikalen Haus sähe die Variante mit dem Holz vermutlich toll aus und würde super passen. Wir fanden es nicht so passend und haben uns für Weiß entschieden. Dies war auch im Nachhinein die richtige Entscheidung, da es kaum auffällt.

So Ihr Lieben, das war unser Galerie-Flur-Luftraum-Arbeitszimmer. Ich wünsche Euch einen tollen Sonntag und sage: bis bald!

06.09.2014 – Discokugel überm Esstisch

Keine Ahnung, wie es Euch so geht, aber wir finden Lampen aussuchen wirklich schwierig. Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich froh bin über die vielen eingebauten Deckenspots, da wir ansonsten vermutlich wenig Lichtquellen hätten.
Unser Esstisch steht im Bereich des Lichtsraums, d.h. die Decke ist an dieser Stelle knappe 6 m hoch. Im Moment schaut dort nur ein Kabel heraus, das darauf wartet, mit einer Lampe verbunden zu werden.
Und da ist es wieder, das Lampenproblem. Zugegebenermaßen ein Luxusproblem. Den Lampe darf nicht zu klein, aber auch nicht zu wuchtig sein. Sie sollte zur angrenzenden Küche genauso passen, wie zum Essbereich und zum angrenzenden Wohnzimmer.
Zu 99,9 % wird es wohl nun das Modell „Discoco“ von Marset, einer spanischen Firma. Si, claro. Mich erinnert der Name ziemlich an Discokugel und auch die Optik geht ein wenig in die Richtung. Naja, ein ganz wenig vielleicht nur. Abgeschreckt hat uns bislang der wirklich exorbitant hohe Preis. Andererseits sieht sie wirklich toll aus und ist wie gemacht für den Platz über unserem Esstisch.
Wohlweislich haben wir seinerzeit extra eine Deckenverstärkung an dieser Stelle einbauen lassen. Discoco wiegt nämlich fluffige 11 kg. Denn was nutzt die tollste Lampe, wenn sie irgendwann einfach runterkracht.
Also, ich glaube, wir haben demnächst so eine Discokugel über unserem Esstisch. Es bleibt spannend!

Hier noch Fotos von dem guten Stück (Quelle: http://www.marset.com):

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