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12.02.2014 – Wir hauen jetzt mal richtig auf den Putz …

Warum? Weil wir es nun können oder besser: weil wir es könnten. Denn an nur einem Tag wurde heute unser komplettes Haus verputzt. WOW! Bereits um 7.30 Uhr waren unsere Putzer heute morgen schon dabei, alles dafür vorzubereiten, damit unser Haus heute Nachmittag weiß erstrahlt. Das einizig Blöde: ich konnte es mir heute Abend leider nur im Dunkeln anschauen. Mist, mist, mist.

Übrigens (Achtung, Frau Schlaumeier schlägt wieder zu): Wusstet Ihr, woher der Begriff „auf den Putz hauen“ stammt? Ich auch nicht, deshalb habe ich es mal fix recherchiert und eine schöne Erläuterung beim WDR gefunden – da weiß man dann auch gleich, wofür man Rundfunkgebühren zahlt. Also, ich zitiere:

„Wer mal so richtig auf den Putz hauen will, sollte nicht mit den Fäusten gegen die nächste Hauswand trommeln.“  (AHA!) „Auch mit Saubermachen hat das nichts zu tun.“  (Noch besser!) „Auf den Putz hauen bedeutet „es mal so richtig übertreiben“ oder „auf sich aufmerksam machen“. Aber wo kommt diese Redewendung her?
Der Ausdruck „Putz“ leitet sich vom heute nicht mehr gebräuchlichen Verb „butzen“ ab. Ursprünglich bedeutete das so viel wie „sich das Schmutzklümpchen z. B. in der Nase entfernen“.“  (Ih bäh)  „Aus „butzen“ entwickelte sich putzen mit dem Wortsinn „reinigen, verschönern“. Wenn man sein Haus verputzt, verschönert man es auch gleichzeitig.“  (Wie wahr!) „Man konnte allerdings auch sich selbst verschönern. Ungefähr seit dem 17. Jahrhundert bezeichnete man schöne und aufwendige Kopfbedeckungen, Kleider und Schmuckstücke als Putz – mit so etwas konnte man sich herausputzen. Und was hat das mit hauen zu tun?
Diese Wendung stammt vom Tournierplatz der Ritter. Damals traten sie in Zweikämpfen gegeneinander an – Mann gegen Mann. Um den Gegner zu beeindrucken zog man sich möglichst prächtig an. Dazu gehörte auch ein Helmschmuck – der so genannte Putz. Ziel des Kampfes war es, dem Gegner diesen Schmuck vom Helm runterzuschlagen. Man haute sich also gegenseitig „auf den Putz“. Und wer das als Erster schaffte ging also als Sieger aus dem Tournier hervor und beeindruckte das Publikum.“
(Quelle:  WDR – Wissen macht Ah! http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/bibliothek/aufdenputzhauen.php5)

Also mal ganz ehrlich: welche Frau würde sich heutzutage davon beeindrucken lassen, wenn ein Ritter einem anderen den Helm vom Kopf haut?

Und hier noch eine Impression in weiss (naja, was man so weiß nennt, wenn man im Dunkeln mit Blitz fotografiert…) – die blaue Phase haben wir nun auf jeden Fall hinter uns gelassen 😉

PS: Estrich gabs heute leider keinen – ein Mitarbeiter ist krank geworden – wir wünschen gute Besserung und hoffen auf morgen!

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